ArtDays - Afrikanische Gegenwartskunst


ArtDays wurde 2010 in Douala, der Hauptstadt von Kamerun, gegründet. Der zunehmende Vereinheitlichung der künstlerischen Ausdrucksweise (main stream) wird mit diesem Projekt  eine lebendige Interaktion unter den Künstlern entgegengesetzt, begleitet von einer lebendigen Darstellung dieses Schaffens in der Öffentlichkeit. In wenigen Jahren wurde ArtDays zu einer Drehscheibe der Künstlerszene in der südlichen Region von Zentral-Afrika.

Auf dem Hintergrund der afrikanischen Gegenwartskunst entstand ein kultureller sozio-ökonomischer und touristischer Entwicklungspol in dem u.a. Kreativ-Workshops für Schüler – Jungen und Mädchen – stattfinden, in denen  sie zur Entwicklung ihrer künstlerischen Fähigkeiten angeregt werden. Aber das Programm dient nicht allein der Förderung der in Afrika lebenden jungen Kreativen, sondern Kunst bietet  hier eine Verbindung zu Bildung und dient der Förderung aller Bevölkerungsschichten. Angesichts der unzureichenden Schulausbildung in Kamerun ist  der Kunstbereich ein hervorragender Weg der individuellen und sozialen Eingliederung. Dies wird durch Ausstellungen, internationale Begegnungen und soziale Events zusätzlich gefördert.

Die Organisation ArtDays wurde als gemeinnützige Organisation im Juli 2010 in einer Zeit der Krisen gegründet. Trotz großer Anstrengungen wurde ihr keine institutionelle oder private Unterstützung gewährt. In Zentralafrika ist der Weg der Kunst einer der heikelsten und mühseligsten. Leider  erscheint vielen Künstlern das Exil oft als einziger Weg, mit  Tatkraft und Leidenschaft, den Weg der Kunst zu gehen. Die Begabtesten sehen sich in die Flucht getrieben, manche von ihnen finden im Exil den angestrebten Erfolg. Es sind vor allem die sozialen und administrativen Hindernissen des Landes. Doch auch die kühnsten Kämpfer für die Kunst sind irgendwann entmutigt nachdem sie trotz vielfältiger und großer Anstrengungen keinerlei Erfolge sehen. Gegen diesen verhängnisvollen kulturelle Verlust ist wird politisch zur Zeit viel zu wenig unternommen.

Mit diesen Bildern und deren Verkauf wird die Arbeit von ArtDays unterstützt und ein konkreter Beitrag für eine positive Entwicklungspolitik geleistet.


Salif Ngounga, Maler und Bildhauer,
Gründungsvorsitzender von ArtDays, Duala, Kamerun

Ginette Flore


...wurde am 23. September 1977 in Kamerun geboren. Nach ihrem Studium an der IFA, das sie im Jahr 2000 mit dem Diplom abschloss, fanden  mehr als 15 Gruppenausstellungen, zwei Einzelausstellungen und 10 Werkausstellungen statt.

Sie wurde wiederholt  als Künstlerin ausgezeichnet: beim „Concours national CPS de Mbalmayo“ war sie 2000 und 2004 zweimal Preisträgerin sowie  im Rahmen der Spanischen Kulturwoche 2005. So war sie 2006 ebenso beteiligt am Projekt „Exit Tour“ – eine Begegnungsreise mit sechs weiteren Künstlern und Bildhauern, die sie durch fünf ost-afrikanische Länder führte.


Künstlerinnen bei ArtDays



Ginette Daleu


...lebt ihre Kunst mit Energie und Leidenschaft. Es ist gerade diese Leidenschaft, die sie antreibt und doch immer wieder Quelle ist für die Bewältigung innerer Zerrissenheit und emotionaler  Konflikte.

Künstlerin und Frau sein verschmilzt in ihr in besonderer Weise. Mangelnde Akzeptanz von Seiten der eigenen Familie und der Druck des sozialen Umfelds, setzt bei Ginette Daleu eine außergewöhnliche künstlerische Feinfühligkeit frei, eine Sensibilität die sich deutlich in ihren Gemälden ausdrückt und zeitweise wie eine  Sinnestäuschung wahrgenommen werden kann.

Ihr rein abstraktes Werk ist wie mit der Haut erfühlbar, erscheint wie eine Oberfläche – wie  Hülle des Intimsten, wie  eine Maske des Untergründigen.

Hinter der Frau verbirgt sich die Künstlerin, oder ist es die Künstlerin, die sich hinter der Frau kaschiert?

Im Portrait wie im Abstrakten steht für Ginette Daleu der unmittelbare Kontakt mit dem Material im Vordergrund. Ihre Handschrift ist geprägt  durch Ocker- und Erdtöne, durch Nähte, Ränder und   Einfassungen, durch straffierte Oberflächen und Riffelungen, die sie nutzt, um die Gegenwart des Anderen sowie ihren eigenen inneren Kampf in ihrem Werk darzustellen.

GAGA Justine (Douala)


Justine Gaga, wurde 1974 in Douala geboren, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Im Rahmen des Projekts ArtDays hat sie ihre Ausbildung zunächst in Siebdruckwerkstätten aufgenommen und später im Vicking Atelier in Douala (Ausbilder verschiedener Bildender Künstler) und schließlich bei dem Fotograf und Grafikkünstler Pierre Metambou in Yaoundé vollendet.

Durch wiederholte Erkundungsreisen und  Aufenthalte in Togo, Mali, Ghana, und Kamerun - auch in Botswana -, wurde sie zu einer vielseitigen Künstlerin, die durch  Malerei, Installation, Videokunst und Fotografie erstaunlich  vielgestaltige Ausdrucksformen findet. Im Zentrum ihrer Arbeit steht immer wieder das Gefühl der Einsamkeit, als ihr sehr persönliches Thema und dennoch auch als formelles Forschungsfeld.

Ihre Rolle als Künstlerin füllt sie mit großem Ehrgeiz aus und strebt stets danach ihre Integrität als Mensch, nicht etwa (nur) als Frau, zu wahren.

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